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FAQ -
Frequently asked questiones |
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Alltagsbetrieb: Welches Benzin kann verwendet
werden? Der R4 verträgt problemlos Bleifrei. Das Ventilspiel sollte regelmäßig kontrolliert werden. Das war auch schon früher erforderlich. Bei den für Super vorgesehen Modellen sollte man ausprobieren, welche Qualität erforderlich ist. Manche laufen auch mit Normalbenzin, andere verlangen Super Plus um nicht zu klingeln. Macht eine Oldtimerzulassung
mit
H-Kennzeichen Sinn ? Viele Versicherungen bieten, auch unabhängig vom H-Kennzeichen, für Liebhaberautos günstige Versicherungstarife an. Meistens muß das Fahrzeug über 20-25 Jahre alt sein, und je nach Versicherungsgesellschaft verschiedene Kriterien erfüllen. Für einen R4 sind dann Haftpflichtversicherungsbeiträge von unter 200DM unabhängig von Schadesfreiheitsrabatten möglich. Zusätzlich ist eine Zulassung von mindestens 30 Jahre alten Fahrzeugen mit H-Kennzeichen möglich. Erforderlich ist ein TÜV – Gutachten, bei welchem der Original- und Erhaltungszustand geprüft wird. Von der Zulassungsstelle erhält man ein Kennzeichen mit „H“ am Ende. Das Finanzamt verlangt dann pauschal 375 DM KFZ – Steuer egal ob Cadillac oder Goggo. Hieraus wird klar, je größer das Auto, desto interessanter ist diese Möglichkeit. Der R4 kostet aber nur wenig mehr Steuer als diese 375 DM. Ob sich dann dieser Schritt lohnt muß jeder selbst entscheiden. Es gibt zwar momentan noch keine Nachteile für „H“-Fahrzeuge – aber einmal H immer H – ein Zurück gibt es nicht mehr. Anders als bei der Saisonzulassung, die sich jederzeit ändern oder aufheben lässt. Technische Funktionen erklärt: Funktion des Bremskraftrgelers / Bremskraftbegrenzers: Vor dem linken Hinterrad befindet sich am Rahmen der Bremskraftbegrenzer. Ein Bauteil, welches sich heute in vielen Autos findet - 1961 war er noch nicht so verbreitet. Dieser dient dazu, ab einem bestimmten Bremsdruck die hintere Bremse zu verschließen um ein blockieren der Hinterachse vor der Vorderachse zu verhindern. In diesem Fall ist die Gefahr groß, daß sich das Auto bei einer Vollbremsung ausbricht oder sich gleich dreht. Gelöst wird diese Aufgabe mit einem federbelasteten Stufenkolben. ( T-Förmiger Längssschnitt, wobei das Dünne Ende über eine Dichtung aus dem Flüssigkeitsraum herausgeführt ist ) . Durch den Flächenunterschied der Kreisringfläche zur Kreisfläche wirkt durch den Bremsflüssigkeitsdruck eine Kraft auf den Kolben welcher dadurch die Feder zusammendrückt. Ist die Feder so weit zusammengedrückt, daß der Kolben das Ende des Flüssigkeitraumes erreicht, verschließt er so die Bremsleitungen zu den Hinterrädern und bei weiter steigendem Druck erreicht dieser nur die Vorderräder aber nicht mehr die Hinterräder. Die Weiterentwicklung ab 1976 ist der lastabhängige Bremskraftbegrenzer. Die hydraulische Funktion ist gleichgeblieben, nur wir die Ferdervorspannung bei höherer Beladung ( = tiefer eingefederter Hinterachse ) stärker vorgespannt -> der Schließdruck und damit die maximale Bremskraft hinten wird angehoben. ( Da die Reibung der Räder bei größerer Belastung steigt, kann so zusätzliche Bremsleistung genutzt werden.) Prüfung des Bremskraftbegrenzers bis 1976: Auf dem Bremsenprüfstand darf die Hinterachse nicht blockieren und die Bremswerte ab einem bestimmten Pedaldruck nicht weiter steigen. Prüfung des Bremskraftreglers ab 1976: wie Begrenzer. Zusätzlich Vorprüfung im Stand: Helfer in Kofferraum einsteigen lassen -> Hebel oberhalb des Begrenzers muß sich bewegen. 2. Prüfung: Manschette oben am Bremskraftgegrenzer ertasten und Helfter Bremspedal bewegen lassen -> Manschette muß sich nach oben bewegen. Durch seine Lage im Spritzbereich des Hinterrades freut sich der Begrenzer über regelmäßige Reinigung und Schmierung des Hebels und der Anschlüsse. Ein blockierter Regler bedeutet Ausfall der hinteren Bremse oder Schleudergefahr !!!! Funktion des Kühlsystems: Die Kühlflüssigkeit (Wasser-Glycol-Mischung) wird von der Wasserpumpe in drei Kreise gepumpt: 1. Motorkreis durch Zylinderkopf und Block 2. Kühlkreis durch den Wasserkühler, Abgesperrt durch Thermostatventil im oberen Wasserschlauch 3.
Heizungskreis, Abgesperrt durch Heizungsdrehgriff Nach dem Start läuft Wasser nur im Motorkreis und der Heizung. Erreicht das Wasser ca. 82-86°C öffnet der Thermostat im oberen Kühlerschlauch und der Kühler wird durchströmt (Wasserschläuche und Kühler werden warm). Durch die Erwärmung dehnt sich das Wasser aus und läuft in den Ausgleichsbehälter und drückt die dort befindliche Luft zusammen (Dieser Behälter darf, um dies zu ermöglichen im kalten Zustand nicht über die „Max“ –Markierung gefüllt sein) Beim großen Motor wird der elektrische Lüfter über einen Thermoschalter im Kühler bei ca. 90°C Wassertemperatur zugeschaltet. Thermoschalter und Thermostat öffnen und schließen im Motorbetrieb dauernd und regeln damit die Temperatur.
Reparaturen:
( siehe auch die Seite: Diagnose ) Der Motor wird zu heiss! / Es
geht Wasser
verloren! Dazu muß ich etwas ausholen und zuerst das Kühlsystem erklären ( Im Unterpunkt Funktionen ) Die Kühlung funktioniert nicht
richtig
wenn: ·
Luft
im System ist. Entlüftet wird das System nach
stellen des
Heizreglers auf rot - durch abschnallen und anhebende des
Ausgleichsbehälters
oder durch hineinblasen in denselben bei gleichzeitigem öffnen des
Entlüftungsschläuchles
neben dem Haubenschloß. Die Werkstatt verwendet hier einen
Spezialtrichter mit
Verlängerung auf dem Kühlerverschluß ( bei den frühen R4 ohne
Kunststoff - Ausgleichsbehälter funktioniert nur die Trichter-Methode ). ·
Das Kühlsystem innen verschmutzt ist und die feinen
Röhrchen im Kühler
zugesetzt sind. (Kühler wird ganz oder teilweise nicht warm) Vielleicht
hilft
ein Kühlerspülung mit Kühlerreiniger. Sonst nur ein neuer Kühler.
Kühlerdichtwundermittelchen
verursachen diese Verstopfung ebenfalls. Renault
schreibt den Kühlflüssigkeitswechsel alle 3 Jahre vor! Spätestens wenn
die Flüssigkeit
braun statt grün ist muß sie raus. ·
Thermostat nicht öffnet (oberer Kühlerschlauch wird noch warm aber Kühler bleibt
kalt) oder nicht
schließt. ·
Thermoschalter den Lüfter nicht zuschaltet (z.B.
korrodierte
Kabelstecker) Funktion regelmäßig prüfen: Nach 2 min Leerlauf nach
Autobahnfahrt muß der Lüfter einschalten. Häufiger Schaden bei allen
Renault
mit Elektrolüfter. Wasserverlust: Beliebte Stellen: · Wasserpumpe an der Entlastungsöffnung unten – Pumpe ersetzen · Heizungsschläuche an der Biegung nahe der Wasserpumpe · Laufbuchsendichtungen – Weiß-braune Schmiere im Öleinfülldeckel. Dazu Muß der Motor komplett zerlegt werden. Wenn man den Wasserstand nicht unter Minimum absinken lässt kann man trotzdem noch lange weiterfahren. · Kühler an Kästen oder Netz. Man kann versuchen Ihn von außen zu kleben oder bei der Bundmetallversion zu löten. Kühlerdichmittel, die dem Wasser zugegeben werden dürfen in keinem Fall verwendet werde, da sich der Kühler sonst innerlich verstopft. Der sicherste Weg ist ein neuer Kühler. Was sagt die rote Warnlampe? Diese
Kontrolleuchte zeigt entweder zu geringen Öldruck an (Brennt deshalb
bei
stehendem Motor und gleichzeitig stehender Ölpumpe) oder zu hohe
Temperatur. In jedem Fall signalisiert diese
Lampe: Unverzüglich anhalten und
Ursache ermitteln. Leuchtet die Lampe beim Bremsen oder in Kurven ist der Ölstand viel zu gering, das Öl schwappt ins Eck und die Pumpe saugt Luft. Beim kleinen Motor sitzt der Temperaturfühler an der Wasserpumpe. Die Lampe leuchtet wenn das Kühlwasser zu heiß wird, erlischt aber sobald das Wasser verloren geht! Beim
großen Motor sitzt der Fühler direkt auf dem Zylinderkopf und meldet
sich auch
wenn Wasser verloren geht. Dieser Fühler verträgt aber kein Wasser von
außen
und schaltet nach einer Motorwäsche häufig die Lampe ohne Grund ein.
Beim Entlüften
des Kühlsystems bekommt der Fühler auch gerne eine Dusche mit ähnlichen
Effekten Was tun gegen Ölverlust? Wenn nur der Motor feucht ist, sich aber keine Duftmarken auf der Straße finden, ist alles in Ordnung. Wenn aber doch, beginnt die Such bei der Motorentlüftung. Sind alle Schläuche duchgängig und sind die richtigen Reduzierhülsen drin? ( In den Schlauch zum Krümmer muß eine Hülse mit einer 1mm - Bohrung ! ggf. Selbstanfertigen durch ein durchbohrtes Stück 8mm Schraube ) Vor allem der kleine Motor hat keine Wellendichtringe und reagiert auf Mängel an der Entlüftung sofort mit Ölverlust an der Nocken- und Kurbelwelle. Beim großen Motor leckt oftmals auch der Dichtring an der Nockenwellenriemenscheibe. Es empfielt sich diesen zu wechseln wenn ohnehin das Getriebe ausgebaut ist. Für den Wechsel im eingebauten zustand gibt es ein geniales Spezialwerkzeug, welches aber nicht immer funktioniert. Auch ist manchmal die Ventildeckeldichtung undicht. Ölwanne und Räderkastendeckel sind seltener die Ursache. Am Getriebe354 sind häufig die Dichtringe an den Antriebswellen die Ursache. Bei den Alugetrieben aber auch alle anderen Dichtstellen. Welche
Teile kann man von anderen Renault - Modellen verwenden? Mechanisch hat der R4 naturgemäß
viel mit dem R6 gemeinsam. Auch der erste R5 von 1972-1984 hat an
Antrieb und
Vorderachse noch viele mit dem R4 identische Teile. R4, R5a (bis 1984)
und R6
haben auch die gleichen Felgen. Alle anderen 3Loch – Felgen passen
nicht. Die
R4-Motoren sind auch in diversen Modellen im Heck oder vorne Quer
eingebaut
worden – hier ist die Wasserpumpe auf der anderen Motorseite und die
Wasserkanäle
im Zylinderkopf anders –> nicht verwendbar. Viele Standardteile
wie Schläuche,
Schalter, Wischerpumpe, Zündschloß, Tachowelle.... finden sich in
baugleicher-
oder gering modifizierter Form in vielen Renault Fahrzeugen. Der Anlasser dreht nicht! Auch wenn der R4 Anlasser durch häufige Ausfälle berühmt ist. Es kann auch andere Gründe haben, das nach Drehen des Zündschlüssels nichts oder wenig passiert: Batterie leer. Leuchtet nach Drehen des Schlüssels nicht mal die Ölkontrolleuchte oder geht diese beim Weiterdrehen auf "Anlasser" aus, lässt dies auf eine leere Batterie schließen. Abhilfe: Batterie laden, ggf. austauschen - oder Starthilfe: beim anschließen der Kabel muß es etwas funken und der Motor des Spenderfahrzeuges hörbar an Drehzahlen verlieren, sonst fließt kein Strom. Macht der Anlasser nur Klack, ist möglicherweise das Anlasser - Hauptkabel von der Batterie an den Anschlüssen korrodiert, oder, was immer wieder passiert, am Minuspos statt am Pluspol der Batterie angeschlossen. Ist die Batterie offensichtlich voll - aber es macht nicht mal klack, ist möglicherweise das Zündschloß oder die Kabelanschlüsse defekt. Was passiert wenn man (Vorsicht Kurzschlußgefahr) den kleinen Anschluß des Anlassers mit dem Pluspol der Batterie verbindet? Eine Soforthilfe ist, während ein Helfer den Schlüssel umgedreht hält, mit einem Hammerstiel oder der Wagenheberkurbel auf den Anlasser zu klopfen. Läuft der Anlasser dann an, liegt ein Wackelkontakt vor. Meißt durch abgenutzte Kohlebürsten - seltener durch den Magnetschalter. Letzterer lässt sich prüfen durch Überbrücken der zwei großen Anschlüsse des Magnetschalters. Danach stellt sich die nächste Frage: Wie
bekomme ich den Anlasser heraus? Der Anlasser ist etwas schwerer zu erreichen, als von anderen Fahrzeugen gewohnt. Die untere Schraube beim großen C -Motor läßt sich nicht mit jedem 13er Schlüssel lösen. Der Spalt zum Rahmen ist sehr eng. Nach bisheriger Erfahrung kann diese Schraube auch folgenlos weggelassen werden. Um den Anlasser herauszubekommen muß die Lenksäule am Lenkgetriebe abgeschraubt werden und die Stütze des Motorlagers hinter dem Anlasser entfernt werden. Beim großen Motor stört noch der Kupplungszug, beim kleinen der Handbremsumlenkhebel. Der Anlasser muß dann ohne sich die Finger einzuklemmen auf dem freigeräumten Weg herausgedreht werden. Die bequemere Lösung geht über ein Entfernen des Ansaug/Auspuff -Krümmers – doch auch hier ist die Lenksäule im Weg. Wie
Wechsel der Antriebswellenmanschetten ohne
Spezialwerkzeug ? Aufgrund des schwarzen Schmiermittels sollte man unempfindliche Kleidung tragen und genügend saubere Putztücher bereit halten! Antriebswelle ausbauen wie in den Reparaturbüchern beschrieben. Welle prüfen: In der Mitte in Schraubstock spannen und Gelenke von Hand verdrehen (Getriebeseitiges Gelenk dazu gegen Federkraft eindrücken). Es sollte am Umfang nicht mehr als 0,5 mm Spiel auftreten. Ist diese Prüfung bestanden, sollte man die Welle zwischen den Manschetten von Schmutz und losen Lackschichten reinigen. Haltebänder und Spannringe der getriebeseitigen Gelenkemanschette entfernen und Manschette zur Wellenmitte schieben. Herauslaufendes Schmiermittel auffangen. Das getriebeseitige Gelenk gegen die Federkraft etwas zusammenschieben und mit einer Wasserpumpen-Zange die Blechlaschen aufbiegen, welche die Laufrollen an dem Herausspringen aus den Laufbahnen hindern. Danach den Gelenkkörper abnehmen. Die Rollen auf dem Gelenkstern sind nicht gesichert und müssen vor dem Herausfallen geschützt werden (z.B. durch umwickeln mit einen Lappenstreifen.) Den Seeger-Ring vor dem Gelenkstern mit Spezialzange entfernen und den Gelenkstern mit einem 3-Arm Abzieher abziehen. Position für Wiedereinbau kennzeichnen (Verdrehwinkel der Sternarme zur Achse). Jetzt können die Manschetten abgenommen und ggf. ausgewechselt werden (In 98% der Fälle ist die radseitige Manschette defekt welche mit mehr Schmutz und Verformung leben muß – die Getriebeseite geht eigentlich nur bei Verletzung durch scharfe Gegenstände kaputt.). Wenn die Manschette schon längere Zeit undicht war, muß das Gelenk gut gereinigt werden und die Fettfüllung mit dem schwarzen Spezialfett ergänzt werden. Die Manschette darf nach dem Einbau nicht verdrillt sein. Den Gelenkstern mittels Hammer und passender Rohrhülse (z.B. Stecknuss aus dem Steckschlüsselkasten) auftreiben und Seeger-Ring nicht vergessen. Bei Wiedermontage des getriebeseitigen Gelenkkörpers ist auf die Korrekte Lage der Feder zu achten. Die Blechlaschen lassen sich nach dem Aufschieben des Gelenkkörpers gegen die Federkraft mit einem Hammer zurückklopfen. Wie gehören die vorderen Radlager zusammen? Es gibt eine ganze Reihe von Ringen am vorderen Radlager, von denen keiner fehlen darf: Wie
schweiße ich das Schwellerende / Wagenheberaufnahme vorne u. hinten ? Diesem Reparatur - Klassiker haben wir ein eigenes Kapitel gewidmet. Technische
Verbesserungen: Wie groß ist der Aufwand die
Spannung von
6V auf 12V heraufzusetzen? Hier sollen nicht die philosophischen Ansätze diskutiert werden, die jede Modifikation verbieten. Auch will ich nicht in Abrede stellen, daß man auch mit 6V zurechtkommen kann. Hier geht es aber um technische Verbesserungen – und eine solche ist die Spannungsverdopplung in jedem Fall. Der
Umbauaufwand ist nicht allzu groß. Das Leitungsnetz kann bleiben, es
ist sogar
etwas überdimensioniert, da jetzt nur mehr der halbe Strom fließt.
Ausgetauscht werden müssen sämtliche Glühlampen, auch diejenigen der
Kontrolleuchten. Der Gebläsemotor, der Wischermotor, Zündspule,
Anlasser und
Lichtmaschine sowie der Lichtmaschinenregler. Tankgeber und
Anzeigeinstrument können
bleiben. Da das 6V – Bordnetz keine Sicherungen hat, ist das jetzt
natürlich
immer noch so. An sich erst mal kein Problem. Eine Möglichkeit hier
etwas
Sicherheit einzubauen ist ein Hauptschalter im Batterimassekabel,
welcher vom
Innenraum aus zu erreichen ist. Kann man die Heizleistung
verbessern? In
den 60er Jahren waren die Tester voll des Lobes über die R4 Heizung.
Doch die
Konkurrenz hat aufgeholt! Auch wenn man heute lobenswerterweise den R4
bei
Schnee und Salz nicht fährt, wünscht man sich etwas mehr Wärme.
Deutlich
leistungsstärker sind die Heizungswärmetauscher aus dem R4F6, die im Fünftürer
deutlich
etwas bringen. Noch mehr lässt sich durch einen zusätzlichen
Wärmetauscher
mit Gebläse (z.B. vom R5 ) erreichen. Die dazu erforderlichen Umbauten
mögen
jedoch manchen Liebhaber abstoßen. Kann man die Scheibenbremse
nachrüsten? Die Scheibenbremse ist auch ohne Bremskraftverstärker eine empfehlenswerte Sache. Bremsmanöver aus hohen Geschwindigkeiten verlieren deutlich an Abendteuercharakter. Erforderlich
ist aber der Komplettaustauch incl. Vorderer Bremsschläuche,
Achsschenkel (ggf.
incl. Lenkung) Hauptbremszylinder. Hinterer Bremsen incl.
Handbremsbetätigung
sowie ggf der Bremsleitungen (Anzahl der Anschlüsse am
Hauptbremszylinder
beachten.) Welche Felgen kann man verwenden? R4, R6 und der erst R5 haben den gleichen Lochkreis, die Felgen lassen sich also von diesem Modellen verwenden. Strenggenommen dürfen aber nur die Felgen verwendet werden, die im jeweiligen Baujahr werksseitig montiert und in der ABE freigegeben wurden. Schon eine andere Form der Radschüssel ist eintragungspflichtig. Mindestens zu beachten ist, daß die alten Felgen mit halbkugelförmiger Form in der Mitte nicht auf die Scheibenbremse montiert werden, da sie sonst von den Befestigungsschrauben der Bremsscheibe zerdrückt werden. Modifikationen lassen das große Felgenprogramm zu, welches es für die ersten R5 gab. Sprechen Sie aber hier am besten zuerst mit dem Prüfingenieur Ihres Vertrauens, dessen Unterschrift Sie nämlich für dieses Projekt zwingend brauchen. Vorsicht: Alufelgen benötigen immer die dazugehörigen Radmuttern. PS:
Breitreifen erhöhen den Roll- und Luftwiderstand und verringern so beim
leistungsschwachen R4
merklich die Höchstgeschwindigkeit. Welche
Motoren passen in den R4? Unabhängig von der Frage, ob dieses auch zulässig ist, paßt alles was im R5 (bis 1984), im R6 und Rodeo eingebaut wurde. Hier ist bis zum Alpine Turbo-Motor einiges möglich. ( alle Motoren der B und C Familie mit der Wasserpumpe auf der Kupplungsseite ) Es gibt die konstruktiv verwandten Motoren auch in anderen Einbausituationen – hier ist aber die Wasserpumpe auf der anderen Seite und wird durch die Kurbelwelle angetrieben. Diese Ausführungen können nicht verwendet werden. ( Längsheckmotoren, Längsmotoren vor der Vorderachse, Quermotoren, Industiemotoren ) Serienmäßig wurden in Europa nie mehr als 34PS verbaut – Für die Anden in Südamerika gab es aber auch eine 54PS Variante um den Leistungsverlust in der Höhe auszugleichen. Es ist bereits vereinzelt geglückt,
auch hierzulande stärkere Motoren im R4 vom TÜV eingetragen zu bekommen. Kann
man ein Faltdach nachrüsten? Das einzige richtige Extra beim R4 ist war das Faltdach. Den deutlichen Mehrpreis und die lange Wartezeit nahmen leider nicht viele Neuwagenkäufer in kauf. Daher war das Faltdach schon immer ein seltenes und begehrtes Detail. Daher wurden Faltdachmodelle immer noch mal zusammengelickt, weil sie ja so selten waren. Irgendwann lohnt sich dann wirklich keine Investiton mehr – aber das Faltdach kann weiterleben! Der hochstehende Rahmen wird aus der Dachfläche herausgetrennt und in einen besseren R4 wieder eingeschweißt. Der größere Aufwand sind die folgenden Lackierarbeiten und die Himmelverkleidung. Die Dachhaut lässt sich problemlos und preiswert von jedem Autosattler erneuern, wenn sie beschädigt ist. Eine preiswerte Alternative ist der Einbau des Faltschiebedaches aus dem Renault Twingo. Dieses passt von der Größe recht gut, ist sehr haltbar und leicht eingebaut, da es aus einem Stück besteht. Es braucht nur einen entsprechednen Dachausschnitt und wird von innen verschraubt. Allerdings ist zu bedenken, daß einem so umgerüsteten R4 ein strenger Prüfer die H-Zulassung verweigern kann. Gibt
es für den R4 einen Katalysator? Es ist technisch durchaus möglich und bei einigen wenigen auch praktisch durchgeführt, den R4 mit einem geregelten 3-Wegekat nachzurüsten. Siehe dazu auch das Kapitel Umwelt / Abgasreinigung. Inzwischen ist abzusehen, das bald Euro1 Fahrzeuge trotz 90% Schadstoffreduzierung bald nur noch geringe steuerliche Vorteile genießen werden. Über die Steuerersparnis rechnte sich ein Kat-Einbau nicht. Durch die "Umweltzonen" ist der Kat wieder aktuell geworden und wird für den 1100er ( zukünftig auch für den 850er ) angeboten. |