Kaufempfehlung
 
Die Qual ?  der Wahl !   -   aus dem Renault Buch " 50 Jahre Renault 4" - Foto: Aleks Perkovic

Dazu zunächst einige Schlagzeilen:

  • "Es gibt keinen Grund keinen R4 zu fahren" (zumindest nebenher)
  • "Ein altes Auto zu haben, ohne bereit zu sein, selbst zu Schrauben ist immer problematisch und meist teuer." (alle R4 sind inzwischen alte Autos)
  • "Das bessere Auto ist immer der bessere Kauf"
  • "Wenn etwas sofortige Eigenleistung erforderlich ist, sinkt der Preis erheblich."
  • " Die meisten, der existierenden R4 über 25 Jahre ist in einem weit aus besseren Zustand als ihre Altersgenossen bei ihrer frühen Verschrottung"
  • " Das Interesse konzentriert sich auf die R4 der 60er und der 80er. Geheimtip sind die 70er." ( Safari, GTL, F6 )
  • Die 30 Jahre Schwelle für die H-Zulassung und rote Oldtimernummer lässt die Preise ab diesem Alter ansteigen.

So sie wollen immer noch eine R4 kaufen. Hier die Argumente gegen die verschiedenen Modelle
(Die Argumente dafür findet jeder Fan spielend selbst!)

Die allgemein geltenden Problempunkte finden sich in den Kapiteln Korrosion, Sicherheit und TÜV.

  • R4 Epoche 1, 3-Gang 1961-1967

    • Anfällige Antriebswellen, 6V Elektrik bei nur gelegentlichem Betrieb pflegeintensiv. Berge die nicht mehr im höchsten Gang erklommen werden können, werden zur Geduldsprobe. Keine Sicherheitsgurte!

  • R4 Epoche2, 4-Gang 1967-1973

    • Eigentlich wenig Kritikpunkte. Problemloser Klassiker. Frühe Modelle mit ähnlichen Problemen wie Vorgänger.

  • R4 Epoche 3, 1973-1981

    • Geheimtip. Problemlose Mechanik. Frische Farben. Sollte wie alle Vorgänger kein Streusalz zu sehen bekommen, sonst ist die Freude nur von kurzer Dauer.

  • R4 Epoche 4, 1982-1986

    • Problemloser Alltagswagen. Manche Serien sogar bedingt winterfest und rostbeständig. Fast einziger Rostkritikpunkt: Längsträger hinten.

  • R4 Spätzeit, 1987-1992

    • Nach Produktionseinstellung in Frankreich importiert aus Slowenien, Spanien... Rostvorsorge mangelhaft. Die Vorgängerserie ist die bessere Wahl. Häufig überbewertet.

Spezielle Modelle:

  • R4 GTL

    • Schneller und vor allem leiser als der kleine Motor. Leichte Anfahrschwäche durch lange Übersetzung. Klassischer R4 - Sound fehlt. Fehlender Chromschmuck und Plastikschereurleiste gefällt nicht jedem

  • R4 Fourgonette (R4F4)

    • Gegenüber dem Fünftürer Nachteile in Fahrleistung, Verbrauch und Handlichkeit. Leer nur eingeschränkter Federungskomfort, Laut im Innenraum, durch breite C-Säule unübersichtlich. Hintere Seitentüren vermisst man im Alltag. Schiebefensterrahmen im Kasten und verschweißte Hintere Kotflügel  – aufwendige Instandsetzung.

  • R4F6

    • Zusätzlich zu den Nachteilen des kleinen Kastens: Unhandlich, hoher Verbrauch, im Vergleich zum GTL sehr lahm. Selbst optisch gepflegte Exemplare sind unten oftmals sehr schlecht.

  • Rodeo

    • Rostzerfressene und verschlissene Fahrgestelle sind sein Riesenproblem. Komplettrestauration häufig unumgänglich. Aber: Billigste Möglichkeit offen zu fahren bei gleichzeitig phänomenalem Nutzwert.

  • Plein Air

    • wesentlich unpraktischer als R4 - Kofferraum weit weniger nutzbar. Umständliches, nie dichtes Verdeck. Einstieg erfordert eine gewisse Sportlichkeit. Weniger nützlich als Rodeo.

  • Super Confort

    • die unten angeschlagene Heckklappe ist im Alltag echt lästig. Showeffekt größer als Nutzeffekt.

  • R6

    • Karosserie und Zuladung für Fahrgestell zu schwer. Schalldämmung besser als R4 aber durch kurze Übersetzung auch der 1100er auf der Autobahn auch sehr laut. Teileversorgung in vielen Fällen schwierig. Rostspezialschwachpunkt: Türfallen der hinteren Türen. Karosserie aber deutlich haltbarer als Fahrgestell.

  • R4x4 Allrad

    • Für Geländeeinsatz zu schwacher Motor. Für Wintereinsatz zu rostempfindliche Karosserie. Nutzwert fragwürdig. Laut, da kurz übersetzt. Durch fehlendes Mittendifferential ist Allrad nur auf rutschigemigem Untergrund zuschaltbar. Teile nicht, oder zum vielfachen Preis von Basisteilen zu bekommen. Oft hoffnungslos überteuert.

  • R4 mit Faltdach

    • Das Faltdach war so ziemlich das einzige Extra, das es für den R4 gab. Ausgeliefert nur auf spezielle Bestellung und daher von Anfang an ein Liebheberfahrzeug. Jedoch meißtens ohne die entsprechede Pflege zu erfahren. Jedoch trennte man sich schwerer - daher sind die geöffneten R4 oft hoffnungslos zusammengeflickt um immer noch mal einen TÜV zu schaffen. Die wenigen guten Exemplare sind wesentlich teurer als die Geschlossenen. Empfehlung: einen Faltach -R4 im Schlachtzustand erwerben und das Faltdach in einen geschlossenen R4 einbauen. Noch Preisgünstiger: Das Faltschiebedach vom Twingo ist massenweise verfügbar und passt gut in den R4 und ist leicht einzubauen. Einbau ist hier zu sehen: http://www.r4l.de/2010-04-10-Werkstattag.html

  • R4 Import aus dem Ausland

    • Der Import lohnt sich eigentlich nur für Modelle, die man hierzulande nicht findet. Die Preise sind im Ausland nicht grundsätzlich günstiger oder die Fahrzeuge durchweg besser. Wenn man aber ohne extra - aufwand ein Auto mitbringen kann, sind die Zulassungshürden leicht zu überwinden. Import aus dem EU-Ausland ist kein Problem ( kein Zoll ).  Auch für die hier nicht verkauften Versionen ( z.B. Savane 950ccm ) gibt es von Renault Deutschland Freigaben. Nachgerüstet werden müssen Gurte vorne nach Bj 1972 und hinten nach Bj 1979.

 
zurück • history back • retour 
Seite drucken • site print • imprimer site nach oben • go top • vers le haut
©2007 Ingo Heitel , Stuttgart, Germany